• Verfasser: Traudi Schlitt
  • Themen: Thema: Presse
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Von A wie Ausstellung bis Z wie Zahlenspiel

Alsfelder Kulturtage präsentieren vom 13. bis 29.9. ein breitgefächertes Programm – erstmals Quadro Nuevo in der Fachwerkstadt

42 Veranstaltungen in 17 Tagen – auf dieses kulturelle Ereignis freuen sich sowohl der Verein Alsfelder Kulturtage e.V. als auch ein großes, interessiertes Publikum aus Alsfeld und der weiteren Region. „Wir konnten wieder viele namhafte Künstlerinnen und Künstler für unser Projekt begeistern, das in diesem Jahr zum fünften Mal mit ungebremstem Engagement an den Start geht“, freut sich Dr. Walter Windisch-Laube vom Organisationsteam, das vor wenigen Tagen im Rahmen einer Pressekonferenz im Rathaus und im Beisein des Schirmherrn der Alsfelder Kulturtage, Bürgermeister Stephan Paule, das Programm vorstellte.

18 Mal haben sich Viola Bornmann, Tanja Gremmel, Bärbel Haltenhof, Roland Heinrich, Dietgard Hennighausen, Traudi Schlitt und Walter Windisch-Laube in den letzten 18 Monaten getroffen und eine Mammutaufgabe gestemmt – gilt es doch längst nicht nur, das Programm zusammenzustellen und Kontakt zu den Künstlerinnen und Künstlern zu halten. „Viel mehr Zeit als das reine Programm nimmt das ganze Drumherum in Anspruch“, erläuterte Bärbel Haltenhof: „Wir kümmern uns um die Unterkunft der Künstler und Künstlerinnen, beschaffen Informationen für die Website und pflegen sie ein und bereiten unsere Werbemittel, insbesondere den übersichtlichen Programmflyer und die Bauzaunbanner, vor. Wir pflegen Kontakt zu unseren Sponsoren, ohne die wir die Alsfelder Kulturtage nicht in der Form anbieten könnten, und ganz besonders viel Arbeit fließt schließlich auch in die Suche nach geeigneten Veranstaltungsorten.“ Und das, so unterstreichen alle im Organisationsteam, ist mit die schwierigste Aufgabe, denn geeignete Veranstaltungsräume gibt es kaum. „Wir nutzen viele improvisierte und zweckentfremdete Locations“, so Viola Bornmann: Im leerstehenden Pranger beispielsweise wird die Stadtzeichner-Ausstellung präsentiert. „Natürlich freuen wir uns sehr, dass die Stadt Alsfeld uns diese Räume zur Verfügung stellt“, räumte Bornmann ein, „allerdings ist das ja kein klassischer Ausstellungsraum, und so muss hier einiges an Vorbereitung getroffen werden.“ Der Geschichts- und Museumsverein beispielsweise steuert die Stellwände bei. „Auch solche Kooperationen tragen zum Gelingen bei und wir freuen uns sehr, dass diese und einige andere im Rahmen dieser Kulturtage zustande kommen“, betonte Roland Heinrich. „Wir haben zwar viel zu tun, alles in allem nehmen wir das aber gern in Kauf“, so Windisch-Laube, „denn was zählt, ist unser Angebot, und das kann sich wirklich sehen lassen!“ Und glücklicherweise finden sich gerade für kleinere Veranstaltungen dann doch auch neue und ungewöhnliche Räume: Im Haus Speier beispielsweise werden Selbstportraits jüdischer Maler gezeigt, erstmals ist die Calypso-Bar Konzert-Location der Kulturtage, genauso wie die Buchhandlung Lesenswert, und auch die bis dahin frisch eröffnete Villa Raab beherbergt gleich vier Veranstaltungen, die sich abwechslungsreich und vielfältig präsentieren:

Zum Start der Kulturtage wird am 13. September die Ausstellung der Stadtzeichner „Es war einmal“ im Pranger eröffnet, schon einen Tag später spricht Prof. Dr. Albrecht Beutelspacher in der Villa Raab über die Magie der Zahlen. Von A bis Z, von Highlight zu Highlight hangeln sich die diesjährigen Kulturtage über Aktionen in der Alsfelder Altstadt, Mitmachangebote für Kinder, große Namen wie Werner Reinke und gesellschaftspolitische Themen wie Medienkonsum. „Wir können gar nicht alles einzeln aufzählen“, freute sich Bärbel Haltenhof, die beispielhaft die „Ommaasch zum 100. Geburtstag von Karl Brodhäcker“ nannte, oder die Gruppe Quadro Nuevo, die erstmals in Alsfeld gastiert und ihr nagelneues Programm „Wunder Welt Musik“ vorstellt. „Wir haben sowohl regionale als auch überregionale Künstlerinnen und Künstler im Programm“, unterstrich Windisch-Laube: Da sind der Kabarettist Matthias Tretter und der Moderator und Autor Tim Frühling auf der einen Seite, die Autorin Astrid Ruppert oder Henner Eurich mit seinem KirchenKlavierKabarett auf der anderen Seite und dazwischen jede Menge Künstlerinnen und Künstler, Vereine, Vortragende, Musiker und sogar eine kleine Reise, denn zum vielfältigen Musikprogramm von Aqualung bis Urvalov gehört auch eine Orgelfahrt, die gemeinsam mit dem Organisten Rudolf Haidu durch fünf Dörfer führt. „Die kulturelle Landschaft auch in unseren Breiten ist reich und hochwertig“, so ein Fazit des Organisationsteams, das unterstreicht, dass der Eintritt zu allen Veranstaltungen bis auf wenige Ausnahmen frei ist. Nun arbeitet es mit tatkräftiger Unterstützung der Vereinsmitglieder an der Durchführung der 42 Veranstaltungen und sucht dazu gerne noch weitere fleißige Unterstützer – denn, wie gesagt, zu tun gibt es viel, schließlich macht Kultur ja bekannterweise nicht nur Freude, sondern auch viel Arbeit.

„Die Alsfelder Kulturtage haben sich zu einer weit über die Stadtgrenzen hinaus bekannten und geschätzten Veranstaltungsreihe entwickelt. Sie bereichern das kulturelle Leben in und um Alsfeld ungemein,“ so Bürgermeister Stephan Paule. „Ich freue mich, dass es auch dieses Jahr wieder gelungen ist, die Kulturtage durch die Stadt logistisch und über Fördermittel der Heinz- und Gisela Friedrichs Stiftung auch finanziell zu unterstützen.“